Die Aktionen der Schulen

Zu Besuch beim Geschäftsbesitzer Abdulkadir Kacmaz in Knittelfeld

Schülerinnen und Schüler der 6A des BRG Knittelfeld besuchten Abdulkadir Kacmaz, der gleich ums Eck der Schule ein Geschäft betreibt. Herr Kacmaz ist Kurde und lebte in Konya in der Türkei, bevor er vor 14 Jahren nach Österreich kam.  Hier besuchte er ein Jahr die Hauptschule und erlernte das Handwerk des Gürtlers. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Die Schülerinnen und Schüler der 6A Klasse haben es sich nach dem Besuch bei Herrn Kacmaz zur Aufgabe gemacht, anderen Schüler/innen die Angst vor dem Fremden zu nehmen, auf das Geschäft von Herrn Kacmaz aufmerksam zu machen und seine Geschichte kurz in den Klassen zu erzählen.

Viele SchülerInnen, die das Geschäft von Herrn Kacmaz  zuvor kaum beachtet haben, haben mittlerweile bei ihm Obst und Gemüse eingekauft, auch zusammen mit ihren Müttern. Damit ist ein Anfang gemacht.

Die Einladung zur Eröffnung des Islamischen Zentrums, das in Knittelfeld unter Mithilfe von Herrn Kacmaz entstehen wird, haben die Schüler/innen gerne angenommen und freuen sich schon darauf.

Dr. Karin Thierrichter, BG & BRG Knittelfeld, SS 2010

Moscheebesuch im 15. Wiener Gemeindebezirk

Am 8. Juni 2010 besuchte die 1.Klasse der Kooperative Mittelschule Selzergasse in Begleitung ihrer islamischen Religionslehrerin die Moschee in der Pelzgasse im 15. Bezirk. Dort empfingen sie zwei Studenten, die sehr viel über den Islam allgemein, die richtige Gebetshaltung und das Fasten erklärten. Zwei der islamischen SchülerInnen durften dabei sogar vorzeigen. Die anderen SchülerInnen, vorrangig katholischen oder serbisch-orthodoxen Glaubens, stellten interessiert Fragen dazu. Besonders fasziniert waren die SchülerInnen von den wunderschönen Kacheln an den Wänden und den Gebetsteppichen. Ungewohnt war auch die Tatsache, dass man sich vor Betreten der Gebetsräume die Schuhe ausziehen musste. Interessant war außerdem, dass die Frauen erhöht auf einer Art Balkon dem Gottesdienst beiwohnen können. Für Frauen mit Kleinkindern gibt es sogar einen geschlossenen Raum, so dass sie sich zurückziehen können und die Kleinen, wenn sie unruhig werden, die Handlung nicht stören.

Für alle SchülerInnen war es ein schöner Vormittag, für die einen, weil sie den MitschülerInnen etwas Vertrautes zeigen durften, für die anderen, weil sie etwas Neues und Fremdes kennengelernt haben. Für nächstes Jahr ist auch noch der Besuch einer katholischen und einer serbisch-orthodoxen Kirche geplant, umso das Verständnis und die Toleranz gegenüber anderen Religionen zumindest bei den SchülerInnen der Selzergasse zu fördern.

Andrea Partsch, NMS Selzergasse, SS 2010

 

Ausländerberatungsstelle 'fair'

Wir waren heute noch gemeinsam bei der Ausländerberatungsstelle "fair", wo wir die Gelegenheit hatten mit zwei Flüchtlingen aus Tschetschenien, einem jungen türkischstämmigen Mann und einer jungen Russin sprechen zu können. War wirklich spannend. Interessant war, dass bei dieser Begegnung erstmals anerkannte Flüchtlinge bereit waren mit uns zu reden. Das auch der regionale Fernsehsender am Anfang dabei waren, hielten sich die beiden tschetschenischen Herren noch relativ bedeckt und sobald die Kamera weg war, erfuhren wir mehr über ihr Land und ihr Leben auf der Flucht. Die Schüler machten auf diese Weise erstmals die Erfahrung, dass Meinungsfreiheit selbst in unserer Demokratie für manche Menschen nicht 100% möglich ist.

Monika Lercher, Ostarrichigymnasium Amstetten

Moscheebesuch mit der Muslimischen Jugend 

Die pKMS St. Marien war, geführt von Vertretern der Muslimischen Jugend,  in einer Moschee in der Nähe des Westbahnhofs. Es wurden viele Fragen gestellt und u.a die '5 Säulen des Islams' erklärt. Uns wurde klar, dass Juden, Christen und Muslime alle den selben Gott anbeten. Besonders schön war es, dass wir beim Mittagsgebet zusehen durften. Es war spannend, dass das Gebet gesungen wurde.

Schüler der pKMS St. Marien

Hinsichtlich des Besuchs der Moschee ist zu vermerken, dass die Jugendlichen perfekt vorbereitet und geholfen haben, ideologische Schranken wesentlich abzubauen.

Michael Kopetzky-Tutschek, pKMS St. Marien