Das Fremde ums Eck

SchülerInnen lernen ihre fremden Nachbarn kennen – die Moschee, die Flüchtlingspension, den Jugendklub, den Kebab-Stand ...

„Fremde sind Freunde, die man noch nicht kennengelernt hat.“

Fremdenfeindlichkeit oder tatsächliche Probleme mit „Ausländern“ – wie z.B. Konflikte zwischen SchülerInnen mit und ohne Migrationshintergrund – können nicht durch Schönreden oder Negieren und erst recht nicht durch Schüren von Ängsten und Vorurteilen gelöst werden. Dies geht nur, indem sich die einander „Fremden“ kennen lernen. Und genau diese Begegnungen will projektXchange schaffen.

Die SchülerInnen besuchen mit ihren LehrerInnen – vermittelt und betreut vom projektXchange-Team – in ihrer Umgebung z.B. eine afrikanische Kirche, das Integrationshaus, den serbischen Kulturverein oder den türkischen Fußballklub, in dem vielleicht sogar Mitschüler tätig sind.

Die Annäherung an „das Fremde ums Eck“ kann die einander fremden Nachbarn näher bringen. In jedem Fall kann sie dazu beitragen, dass gegenseitiges Verständnis und ein positiver Austausch möglich werden. Ziel ist es, dass die nun nicht mehr ganz fremden Nachbarn gemeinsame Aktivitäten setzen: Das kann ein Straßenfest sein, ein Fußballspiel, ein Essen, eine Diskussions-Veranstaltung, ein Konzert ... und mitunter dazu führen, dass aus Fremden tatsächlich Freunde werden.

Die "fremden" Nachbarn

Die "fremden" Nachbarn, das können

  • die Eltern von MitschülerInnen mit Migrationshintergrund
  • die Gläubigen der Moschee ums Eck
  • die Betreiber des "ausländischen" Supermarkts im Ort
  • die Mitglieder des Kultur- oder Sportvereins
  • die Lehrlinge der benachbarten Fabrik
  • die Mitarbeiter des chinesischen, griechischen, kroatischen etc. Restaurants
  • die Bewohner des Flüchtlingsheims
  • u.v.m. sein.

Sobald Sie sich für eine Begegnung mit den "fremden" Nachbarn interessieren (gleich, ob Sie selbst bereits wissen, wohin Sie mit Ihren SchülerInnen gehen wollen oder dies erst besprechen wollen), engagiert sich das Projektteam, um die Begegnung (mit) zu organisieren, (mit) vorzubereiten, und (mit) zu helfen, dass diese für alle Teilnehmer erfolgreich verläuft.

Das Ziel auf dieser Ebene lautet: Durch persönliches Kennenlernen des jeweils anderen Vorurteile, Ängste und Konflikte abzubauen und Toleranz, Verständnis und Austausch zu fördern.

Vielleicht gelingt dies am besten, wenn man etwas gemeinsam "macht": Ein Fest, einen Ausflug, eine "gegenseitige" Führung, einen Flohmarkt, ein Essen, eine Filmvorführung ...